Letzte Aktualisierung:
26.01.2010

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Weißes Bergschaf
schaf724
schaf725

Bodenständige Rasse der Alpenregion

Wird überwiegend in der weißen, zum Teil auch in der braunen Farbrichtung gezüchtet

schaf724

Steig- und widerstandsfähig, daher Nutzung von Hochlagen möglich

schaf725

Die grobe, schlichthaarige Wolle ist unempfindlich gegenüber hohen Niederschlägen

Ablamm-/Aufzuchtergebnis

Asaisonale Brunst

Zwillingshäufigkeit

Erstlammalter

224 / 209 %

1,4 Ablammung / Jahr

55 - 60 %

1,3 Jahre

Eigenleistungsprüfung/Feld, tgl. Zunahme

247 g

Kennzeichen:

Das Weiße Bergschaf hat einen edlen, schmalen und ramsnasigen Kopf, ist hornlos und trägt lange, breite, hängende Ohren. Das mittelgroße bis große Schaf ist tief und geschlossen, der Rücken ist lang und breit mit guter Rippenwölbung und fester Nierenpartie. Es hat kräftige Beine mit straffer Fessel und harter Klaue. Die Hinterbeine sind leicht gewinkelt. Die 15 bis 20 cm lange, weiße Wolle ist schlicht bis gewellt, von seidigem Glanz und hat 60 bis 70 Prozent Reinwollgehalt. Die Wollfeinheit beträgt C-D (32 bis 36 Mikron). Das Weiße Bergschaf wird im Frühjahr und Herbst geschoren.

Zuchtgeschichte:

Das Weiße Bergschaf geht auf das Zaupel- bzw. Steinschaf sowie insbesondere auf das norditalienische Bergamaskerschaf zurück. Dieses Bergamaskerschaf ist ein schon seit Jahrhunderten bekanntes schweres Hängeohrschaf, das sein Verbreitungsgebiet vor allem während der Zeit der österreichischen Herrschaft von der Lombardei aus über ganz Oberitalien ausdehnte. Wenig später kam es über Kärnten, die Steiermark, Salzburg und Tirol bis in die bayerische Alpenregion. Ursprünglich gab es viele verschiedene Schläge, die in Deutschland in den 30er Jahren zusammengefasst und vereinheitlicht wurden.

Verbreitung:

Hauptzuchtgebiet des Weißen Bergschafes in Deutschland ist Bayern und hier insbesondere in Oberbayern im Werdenfelserland von Oberammergau über Garmisch-Partenkirchen bis Mittenwald, im Pfaffenwinkel in dem Gebiet um Weilheim, Bad Tölz, im Berchtesgadener Land und im Allgäu. Vereinzelt gibt es auch Herdbuchzuchten in anderen Bundesländern wie z.B. in Hessen, Niedersachsen und Sachsen.

Eigenschaften/Leistung:

Anpassungsfähigkeit an die raue Haltung im Hochgebirge, nutzt für Rinder unzugängliche Hochlagen. Eignet sich aber auch bestens für die Koppelschafhaltung in kleineren Herden. Harte Klauen, Steig- und Trittsicherheit, beste Eignung für niederschlagreiche Gegenden. Frühreife, hohe Fruchtbarkeit (Zuchtleistung 180-250 ), asaisonales Brunstverhalten. Erstzulassung mit 8 Monaten. Die jährliche Wollmenge beträgt bei Mutterschafen 4,5 – 5,5 kg und bei Böcken 6,5 – 7,5 kg.

Besondere Leistungen:

  • · Ganzjährige Paarungsbereitschaft
  • · Frühreife
  • · Hohe Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung
  • · Beste Muttereigenschaften
  • · Extreme Langlebigkeit
  • · Hohes Futteraufnahmevermögen
  • · Angepasst an hohe Niederschläge
  • · Harte Klauen, Steig- und Trittsicherheit
  • · Gute tägliche Zunahmen
  • · Gut bemuskelte Schlachtkörper
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